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1
€ 14.99

2008-07-22 17:46:06
step it up!
„Der gekrönte Prinz des Zydeco! (Billboard)Seine Musik – eine Mischung aus souligen, tanzbaren Rhythmen und kraftvollen Songs – ist zwar tief in der Zydeco-Tradition verwurzelt, C.J. Chenier versteht es aber, andere Stile wie Funk, Soul, R&B, Rock und Jazz einfließen zu lassen und so einen einzigartigen Sound zu erzeugen.Nach dem Tod seines Vaters Clifton Chenier, dem legendären Zydeco-Pionier, übernahm C.J.1987 dessen Akkordeon und auch seine Band, kurz danach lud ihn Paul Simon ein, auf seinem Album „Rhythm Of The Saints” zu spielen und ihn auf Tour zu begleiten. „Living Blues” kürte „Too Much Fun” und „The Big Squeeze” als beste Zydeco-Alben 95/96. 1997 wurde er als „Most Outstanding Blues Musician” und „The Best Living Zydeco Singer And Accordionist” geehrt
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Rock/Pop/Blues/

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€ 16.50

2008-07-22 17:46:17
Alagbon Close / Why Black Man Dey Suffer
Am 15. Oktober 1938 wurde Fela Ransome Kuti (bürgerlicher Name) in Nigeria geboren. Sein Vater war Pastor und begeisterter Pianist und seine Mutter, Funmilayo Ransome-Kuti, war eine führende Frauenrechtlerin Nigerias. Somit spielten schon sehr früh Musik und Politik eine wichtige Rolle in seinem Leben.1958 zog Fela nach London, wo er ein Musikstudium begann. Hier gründete er 1961 seine erste Band, die Koola Lobitos. Mit ihr entwickelte er einen hybriden Musikstil, den Highlife-Jazz. Eine Mischung aus Jazz und dem westafrikanischem Highlife.Ein längerer Aufenthalt in den USA 1969 sollte die Geburtsstunde des Afrobeat werden. Hier lernte Fela Kuti die militanten Ansichten der schwarzen Bürgerrechtler kennen und machte die Bekanntschaft mit großen Musikern, wie James Brown, Miles Davis und Sly Stone. Alle diese Erfahrungen flossen nun in seine Musik ein. Noch in den USA nannte er die Koola Lobitos in Nigeria 70 um, welche schon wenige Jahre später in Afrika 70 (auf Grund des panafrikanischen Gedankens) umbenannt wurde. Diese bestand nicht nur aus einer Menge Musikern, sondern auch aus verschiedenen Sängern und Tänzern. Ein wichtiger Bestandteil der Band war der Drummer Tony Allen, der zusammen mit Kuti die Musik weiterentwickelte. Die Musik der Band war jetzt eine Mischung aus Funk, Jazz und afrikanischen Einflüssen: Der Afrobeat.Zunehmend kritisierte Fela Kuti in seinen Texten die durch die Kolonialisierung deformierten Gesellschaftssysteme in Afrika und verurteilte das diktatorische Militärregime Nigerias. Aufgrund seiner Beliebtheit in der nigerianischen Bevölkerung, seiner inzwischen internationalen Berühmtheit und vor allem seiner Liedtexte stellte er eine große Bedrohung für die Regierenden dar. Unter dem Druck der Regierung musste Kuti 1979 seine Domäne von Kalakuta (Fela erklärte provokant seinen eigenen Grundbesitz als einzige freie Republik Nigeria) verlassen und floh mit seiner Band nach Ghana.Zwei Jahre später konnte er in das nun zivile Nigeria zurückkehren. Er änderte seinen zweiten Familiennamen Ransome, den er als Sklavennamen ansah, in den Namen Anikulapo (Der Jäger, der den Tod mit magischen Amuletten in Schach hält), initiierte eine neue Band, die Egypt 80 und gründete seine eigene Partei (MOP - Movement of the People). 1984 wurde Kuti von der nun wiederum militärischen Regierung wegen angeblicher Devisenvergehen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er erhielt jedoch, nach einem erneuten Militärputsch, schon nach 18 Monaten wieder die Freiheit. Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen, Verfolgungen, Verhaftungen und der Anwendung von körperlicher Gewalt durch die nigerianische Regierung setzte er seine Kritik fort und prangerte immer wieder die unterdrückenden Zustände in seiner Heimat an. Seine Musik sorgte in der Bevölkerung für viel Furore und Kritik am herrschenden System. Die Zeitschrift Rolling Stone bezeichnete ihn als den 'gefährlichsten Musiker der Welt'.Fela Kuti bezeichnete sich selbst als antikolonialistischen Pan-Afrikaner, er war aber auch ein demagogischer, sexistischer Fundamentalist. Seine Rolle als angeblicher Wiederentdecker traditioneller afrikanischer Werte gab ihm den Vorwand, Frauen als verfügbare Ware zu betrachten und sich als Macho aufzuführen. Ausgerechnet er, als Sohn einer Feministin, erklärte wiederholt in Interviews und Liedtexten Frauen sind Matratzen. In einer Massenzeremonie heiratete er 27 seiner Tänzerinnen und Sängerinnen. Er dämonisierte Homosexualität als Strafe für ein früheres schlimmes Leben.Seit Mitte der 90er Jahre wurde es still um Fela Kuti. Er starb am 2. August 1997 an den Folgen von AIDS. Bis zu seinem Tod produzierte er über 50 Alben, wovon viele auch internationale Anerkennung erhielten. Seine Musik und seine Texte sind immer noch Diskussionsthema.Den musikalischen Widerstand und die Tradition des Afrobeats führen, unter anderen, sein Sohn Femi Kuti und sein ehemaliger Drummer Tony Allen, sowie die junge New Yorker Band Antibalas Afrobeat Orchestra fort.
Hersteller: K2
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Shop-Kategorie: Welt Musik/Folk/Afrika/

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€ 16.50

2008-07-22 17:46:16
Piano Jondo
With influences ranging from Tomatito and Paco de Lucia to Chick Corea, Keith Jarrett and Bill Evans, acoustic pianist Diego Amador is an experimental, risk-taking instrumentalist who fuses Spanish flamenco with jazz (mostly post-bop, although he is hip to fusion and avant-garde jazz, as well). The Spanish musician/composer isn't a purist when it comes to flamenco a totally traditional flamenco artist wouldn't have recorded a piece by the late electric bass virtuoso Jaco Pastorius (Continuum).
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Welt Musik/Folk/Europa / Süd/

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€ 17.50

2008-07-22 17:46:16
On Duke
Mike Michael John David Westbrook (* 21. März 1936 in High Wycombe, England) ist ein britischer Jazzmusiker (Klavier, Tuba, Bandleader, Kompositionen, Arrangements).Westbrook studierte in Plymouth und London bildende Kunst, wobei er sich auch mit Jazz beschäftigte. Er hatte rudimentär Klavier- und Trompetenunterricht, ist jedoch als Komponist und Arrangeur völliger Autodidakt. 1960 veranstaltete er am Plymouth Arts Centre einen Jazz-Workshop mit einer Band, der u.a. John Surman und Keith Rowe angehörte. 1962 zog er nach London und gründete dort eine feste, sechsköpfige Gruppe, zu der Surman gehörte (Auftritt auf dem Montreux Jazz Festival 1968). Daneben gründete er die großformatige Mike Westbrook Concert Band, mit der er seine längeren Kompositionen aufführte und zu der Musiker wie Harry Beckett, Kenny Wheeler, Alan Skidmore, Mike Osborne, Paul Rutherford, Michael Gibbs, Barre Phillips und Harry Miller gehörten. Zwischen 1970 und 1972 leitete er gemeinsam mit John Fox (Welfare State Theatre Group) die Multi-Media-Gruppe Cosmic Circus. Mit seiner Gruppe Solid Gold Cadillac spielte er zwischen 1971 und 1973 Jazzrock dabei waren u.a. Gitarrist Chris Spedding und Sänger Phil Minton beteiligt. 1973 gründete er seine Brass Band, um mit ihr Jazz- und Kabarettproduktionen im Theater und Fernsehen aufzuführen. Gemeinsam mit seiner Frau, der Sängerin Kate Westbrook, und dem Saxophonisten Chris Biscoe gründete er ein Trio teilweise tritt er mit Kate Westbrook auch im Duo auf.Seit den 1970ern hat er unterschiedlichste Projekte vorgestellt - eine zeitgenössische Fassung von Rossinis Oper Wilhelm Tell mit der Fagottistin Lindsay Cooper ebenso wie eine Jazzfassung des Beatles-Albums Abbey Road. Andere Projekte setzten sich mit dem Werk von William Blake oder der Tradition von Duke Ellington auseinander. In musikalischer Hinsicht sorgte Westbrook für eine Erweiterung des Materials, in dem er Gassenhauer, Rock, Opernarien und ethnische Musik zur Grundlage für die Jazz-Improvisationen in diesen Produktionen machte.Er ist mit seinen verschiedenen Projekten überall in Europa unterwegs gewesen. Er führte einige seiner Werke mit Rundfunkorchestern in Rom, Venedig, Stockholm und Kopenhagen auf außerdem schuf er Musik für Fernsehspiele und Dokumentarfilme.
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Jazz/Swing/

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€ 19.50

2008-07-22 17:46:18
Piazzolla Tangos y Canciones
Viele von Piazzollas Tangos sind nicht mehr im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Die Harmonie des Tango weitete er mit Mitteln des Jazz aus sowie nach den Vorbildern Igor Strawinsky und Bela Bartók. Piazzolla hat die Spieltechnik der Instrumente im Tango durch Anleihen aus der Neuen Musik ausgeweitet: „Bogenschläge auf der Violine, stechende Streicherakzente in hoher Lage, Glissandi des gesamten Ensembles, virtuose Bandoneonläufe und eine Anreicherung der Besetzung durch eine Vielzahl von Perkussionsinstrumenten bestimmen seine Musik.“[4]Trotz aller Neuerungen bleibt das Wesentliche des Tango erhalten, zum einen durch den spezifischen Klang des Bandoneons, zum anderen durch die typischen synkopischen Rhythmen, die typischen harmonischen Wendungen des Tango, Staccati und die generell melancholische Stimmung der Musik. „Piazzolla seziert die charakteristischen Elemente des Tango und stellt sie in einem neuen Licht dar. Hier betont das akkordische Spiel des Ensembles obsessiv den Rhythmus, dort dominiert eine elegische Solopassage. Jähe Zäsuren sowie deutliche Brüche stehen anstelle der Rubati des traditionellen Tangos und betonen deutlicher als diese den corte, das charakteristische Innehalten des Paares zwischen den Schrittfolgen.“[5]Die Essenz des Tangos erhält Piazzolla, verbindet sie aber mit der akademischen und bildungsbürgerlichen Tradition der klassischen Musik. Neben der eher traditionellen kleinen Form des Tangostücks verbindet er Tango mit den großen Formen der Musikgeschichte: Beispiele dafür sind das Musikalische Drama mit Ballett Los amantes de Buenos Aires (1969) auf ein Libretto des Tango-Dichters Horacio Ferrer, das Oratorium El Pueblo Joven (1970) und das dreisätzige Konzert für Bandoneon, Streicher und Schlagzeug (1979).Häufig verwendet Piazzolla die Form der barocken Suite, so etwa für das Stück Histoire du Tango - hier gibt er den vier Sätzen programmatische Titel: Bordel 1900, Café 1930, Night Club 1960, Concert d’aujourd’hui. Im Konzert Las Cuatro Estaciones porteñas greift er direkt das Vorbild der Konzerte Die vier Jahreszeiten (Le quattro stagioni) von Antonio Vivaldi zurück. Es ist nur konsequent, dass auch die Form der Oper von Piazzolla mit Tango verbunden wird, in der “Tango-Operita” María de Buenos Aires, in der er kompositorische Formen wie Fuge und Toccata verwendet und das Agnus Dei zum Tangus Dei verfremdet. Piazzolla hat den Tango jedoch nicht nur mit der akademischen Tradition verbunden, sondern auch mit der Unterhaltungsmusik und Popkultur verbunden. Seit den frühen 1970er Jahren arbeitete er oft mit Jazzmusikern zusammen und verwendete moderne Instrumente wie E-Gitarre und E-Piano in seinen Kompositionen.
Hersteller: K2
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Shop-Kategorie: Welt Musik/Folk/Amerika/

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€ 19.50

2008-07-22 17:46:17
The Two Sides Of Fela 2-CD-Set
Am 15. Oktober 1938 wurde Fela Ransome Kuti (bürgerlicher Name) in Nigeria geboren. Sein Vater war Pastor und begeisterter Pianist und seine Mutter, Funmilayo Ransome-Kuti, war eine führende Frauenrechtlerin Nigerias. Somit spielten schon sehr früh Musik und Politik eine wichtige Rolle in seinem Leben.1958 zog Fela nach London, wo er ein Musikstudium begann. Hier gründete er 1961 seine erste Band, die Koola Lobitos. Mit ihr entwickelte er einen hybriden Musikstil, den Highlife-Jazz. Eine Mischung aus Jazz und dem westafrikanischem Highlife.Ein längerer Aufenthalt in den USA 1969 sollte die Geburtsstunde des Afrobeat werden. Hier lernte Fela Kuti die militanten Ansichten der schwarzen Bürgerrechtler kennen und machte die Bekanntschaft mit großen Musikern, wie James Brown, Miles Davis und Sly Stone. Alle diese Erfahrungen flossen nun in seine Musik ein. Noch in den USA nannte er die Koola Lobitos in Nigeria 70 um, welche schon wenige Jahre später in Afrika 70 (auf Grund des panafrikanischen Gedankens) umbenannt wurde. Diese bestand nicht nur aus einer Menge Musikern, sondern auch aus verschiedenen Sängern und Tänzern. Ein wichtiger Bestandteil der Band war der Drummer Tony Allen, der zusammen mit Kuti die Musik weiterentwickelte. Die Musik der Band war jetzt eine Mischung aus Funk, Jazz und afrikanischen Einflüssen: Der Afrobeat.Zunehmend kritisierte Fela Kuti in seinen Texten die durch die Kolonialisierung deformierten Gesellschaftssysteme in Afrika und verurteilte das diktatorische Militärregime Nigerias. Aufgrund seiner Beliebtheit in der nigerianischen Bevölkerung, seiner inzwischen internationalen Berühmtheit und vor allem seiner Liedtexte stellte er eine große Bedrohung für die Regierenden dar. Unter dem Druck der Regierung musste Kuti 1979 seine Domäne von Kalakuta (Fela erklärte provokant seinen eigenen Grundbesitz als einzige freie Republik Nigeria) verlassen und floh mit seiner Band nach Ghana.Zwei Jahre später konnte er in das nun zivile Nigeria zurückkehren. Er änderte seinen zweiten Familiennamen Ransome, den er als Sklavennamen ansah, in den Namen Anikulapo (Der Jäger, der den Tod mit magischen Amuletten in Schach hält), initiierte eine neue Band, die Egypt 80 und gründete seine eigene Partei (MOP - Movement of the People). 1984 wurde Kuti von der nun wiederum militärischen Regierung wegen angeblicher Devisenvergehen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er erhielt jedoch, nach einem erneuten Militärputsch, schon nach 18 Monaten wieder die Freiheit. Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen, Verfolgungen, Verhaftungen und der Anwendung von körperlicher Gewalt durch die nigerianische Regierung setzte er seine Kritik fort und prangerte immer wieder die unterdrückenden Zustände in seiner Heimat an. Seine Musik sorgte in der Bevölkerung für viel Furore und Kritik am herrschenden System. Die Zeitschrift Rolling Stone bezeichnete ihn als den 'gefährlichsten Musiker der Welt'.Fela Kuti bezeichnete sich selbst als antikolonialistischen Pan-Afrikaner, er war aber auch ein demagogischer, sexistischer Fundamentalist. Seine Rolle als angeblicher Wiederentdecker traditioneller afrikanischer Werte gab ihm den Vorwand, Frauen als verfügbare Ware zu betrachten und sich als Macho aufzuführen. Ausgerechnet er, als Sohn einer Feministin, erklärte wiederholt in Interviews und Liedtexten Frauen sind Matratzen. In einer Massenzeremonie heiratete er 27 seiner Tänzerinnen und Sängerinnen. Er dämonisierte Homosexualität als Strafe für ein früheres schlimmes Leben.Seit Mitte der 90er Jahre wurde es still um Fela Kuti. Er starb am 2. August 1997 an den Folgen von AIDS. Bis zu seinem Tod produzierte er über 50 Alben, wovon viele auch internationale Anerkennung erhielten. Seine Musik und seine Texte sind immer noch Diskussionsthema.Den musikalischen Widerstand und die Tradition des Afrobeats führen, unter anderen, sein Sohn Femi Kuti und sein ehemaliger Drummer Tony Allen, sowie die junge New Yorker Band Antibalas Afrobeat Orchestra fort.
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Welt Musik/Folk/Afrika/

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€ 28.99

2008-07-22 17:46:17
Zimmermann Die Soldaten 2-CD-Set
Zimmermann war ein Komponist zwischen den Epochen: Er war zu jung, um von den musikalischen Ereignissen der Weimarer Republik entscheidend geprägt zu sein, gleichzeitig aber nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu alt, um die ablehnende Haltung der jungen Generation der Komponistengeneration der Weimarer Republik gegenüber mitzutragen. Dies führte zu einem ausgesprochen eigenständigen Werkstil, der vom Konzept „pluralistischen“ Komponierens und der Anwendung von Collagetechniken geprägt war.[1]In seiner kompositorischen Entwicklung vollzog Zimmermann zunächst die Entwicklung der Neuen Musik nach, von der die deutschen Komponisten während der Zeit des Nationalsozialismus zum großen Teil abgeschnitten waren. Er begann mit Werken im neoklassizistischen Stil, gelangte dann durch die Eindrücke bei den Darmstädter Ferienkursen über freie Atonalität (ab 1949) und Dodekaphonie (ab 1951) zur seriellen Musik (ab 1956). Auch seine Vorliebe für den Jazz kommt in mehreren Kompositionen zum Ausdruck, etwa im Violinkonzert von 1950 und im Trompetenkonzert von 1954 sowie in seiner Oper Die Soldaten. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern schrieb bzw. arrangierte Zimmermann Hörspiel- und Filmmusik.Im Unterschied zu den Vertretern der so genannten Darmstädter Schule (Stockhausen, Boulez, Nono u.a.) vollzog Zimmermann aber keinen radikalen Bruch mit der Tradition. Ende der 1950er Jahre entwickelte er den für ihn typischen persönlichen Komponierstil, die pluralistische Klangkomposition, die geprägt ist durch die Kombination und Überlagerung von Schichten musikalischen Materials aus unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlicher Herkunft (Musik des Mittelalters über Barock und Klassik bis zu Jazz und Popsongs, etwa der Beatles). Das reicht von der Einbettung einzelner musikalischer Zitate in eine Komposition (etwa im Orchesterstück Photopthosis) bis hin zu einem Stück, das gänzlich als Collage konzipiert ist (Musique pour les soupers du Roi Ubu). In Vokalwerken (besonders prägnant im Requiem) wird das Verfahren auch auf den Text angewendet.Zimmermanns Kunst liegt ein besonderer Zeitbegriff zugrunde: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind, wie wir wissen, lediglich an ihrer Erscheinung als kosmische Zeit an den Vorgang der Sukzession gebunden. In unserer geistigen Wirklichkeit existiert diese Sukzession jedoch nicht, was eine realere Wirklichkeit besitzt als die uns wohlvertraute Uhr, die ja im Grunde nichts anderes anzeigt, als dass es keine Gegenwart im strengeren Sinne gibt. Die Zeit biegt sich zu einer Kugelgestalt zusammen. Aus dieser Vorstellung [...] habe ich meine [...] pluralisitsche Kompositionstechnik entwickelt, die der Vielschichtigkeit unserer Wirklichkeit Rechnung trägt.[2]In der Oper Die Soldaten wird diese Gleichzeitigkeit der Ereignisse durch komplexe Simultanszenen ausgedrückt, die durch multimediale Techniken zusätzlich vertieft und sinnhaft aufgeladen werden: Musik, Dramatik, Ballett, Pantomime und Film werden ineinander verzahnt. Dazu kommt zugleich ein Pluralismus verschiedenster verwendeter Stile: Zimmermann fügt eine Vielzahl musikalischer Zitate aus verschiedenen musikgeschichtlichen Epochen in seine Partitur ein (an einer Stelle des Werkes „verwandelt“ sich das Orchester gar in eine Jazzband). Strukturell zusammengehalten wird all dies durch eine übergeordnete Allintervallreihe.Zimmermann war ein betont literarischer und betont politischer Komponist. Eine Vielzahl seiner Werke beruht auf Werken der Literatur oder setzt sich mit diesen auseinander. Seine Oper Die Soldaten nimmt das Schauspiel von Jakob Michael Reinhold Lenz zur Vorlage, seine Musique pour les soupers de Roi Ubu ist eine imaginäre Ballettmusik für das Schauspiel König Ubu von Alfred Jarry. Im Requiem für einen jungen Dichter verwendet Zimmermann Texte von Dichtern, die freiwillig aus dem Leben schieden: Jessenin, Majakowski und Konrad Bayer. Das Ankomponieren Zimmermanns gegen Unrecht und Unterdrückung wird besonders deutlich in der musikalisch expressiven Darstellung der gnadenlosen Zerstörung eines Menschenlebens in Die Soldaten und in dem gegen Rassismus in den USA gerichteten Trompetenkonzert Nobody knows de trouble I see, in dem Zimmermann afroamerikanische Musik verwendet (Spirituals und Jazz). In Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter geht es um die gesellschaftliche Situation zwischen 1920 und 1970, die unter anderem durch Originalausschnitte aus Reden Adolf Hitlers, Zitaten aus dem Grundgesetz und dem Roten Buch Mao Zedongs nähergebracht wird.Einfluss auf Zimmermanns Denken und Wirken hatte auch sein Sinn für Religion und seine katholische Erziehung. Sichtbares Zeichen ist die Buchstabenfolge, die Zimmermann ans Ende jeder Partitur setzte: O.A.M.D.G. (Omnia ad maioram Dei gloria = Alles zur größeren Ehre Gottes).[3] Eine Reihe von Werken Zimmermanns nimmt direkt oder indirekt Bezug auf Religion und Liturgie, u.a. Antiphonen, Omnia tempus habent und Ekklesiastische Aktion. Dennoch ist vielen Werken Zimmermanns ein tiefgreifender Pessimismus zu eigen. Im Zentrum des Requiems für einen jungen Dichter die Verse des Dichters Konrad Bayer worauf hoffen? / es gibt nichts was zu erreichen wäre, außer dem tod.
Hersteller: K2
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Shop-Kategorie: Klassik/Oper/Operette/

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