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1
€ 17.99

2012-05-20 08:18:21
Tangos von Astor Piazzolla u.a. Cafe 1930
Viele von Piazzollas Tangos sind nicht mehr im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Die Harmonie des Tango weitete er mit Mitteln des Jazz aus sowie nach den Vorbildern Igor Strawinsky und Bela Bartók. Piazzolla hat die Spieltechnik der Instrumente im Tango durch Anleihen aus der Neuen Musik ausgeweitet: „Bogenschläge auf der Violine, stechende Streicherakzente in hoher Lage, Glissandi des gesamten Ensembles, virtuose Bandoneonläufe und eine Anreicherung der Besetzung durch eine Vielzahl von Perkussionsinstrumenten bestimmen seine Musik.“[4]Trotz aller Neuerungen bleibt das Wesentliche des Tango erhalten, zum einen durch den spezifischen Klang des Bandoneons, zum anderen durch die typischen synkopischen Rhythmen, die typischen harmonischen Wendungen des Tango, Staccati und die generell melancholische Stimmung der Musik. „Piazzolla seziert die charakteristischen Elemente des Tango und stellt sie in einem neuen Licht dar. Hier betont das akkordische Spiel des Ensembles obsessiv den Rhythmus, dort dominiert eine elegische Solopassage. Jähe Zäsuren sowie deutliche Brüche stehen anstelle der Rubati des traditionellen Tangos und betonen deutlicher als diese den corte, das charakteristische Innehalten des Paares zwischen den Schrittfolgen.“[5]Die Essenz des Tangos erhält Piazzolla, verbindet sie aber mit der akademischen und bildungsbürgerlichen Tradition der klassischen Musik. Neben der eher traditionellen kleinen Form des Tangostücks verbindet er Tango mit den großen Formen der Musikgeschichte: Beispiele dafür sind das Musikalische Drama mit Ballett Los amantes de Buenos Aires (1969) auf ein Libretto des Tango-Dichters Horacio Ferrer (*1933), das Oratorium El Pueblo Joven (1970) und das dreisätzige Konzert für Bandoneon, Streicher und Schlagzeug (1979).Häufig verwendet Piazzolla die Form der barocken Suite, so etwa für das Stück Histoire du Tango - hier gibt er den vier Sätzen programmatische Titel: Bordel 1900, Café 1930, Night Club 1960, Concert d’aujourd’hui. Im Konzert Las Cuatro Estaciones porteñas greift er direkt das Vorbild der Konzerte Die vier Jahreszeiten (Le quattro stagioni) von Antonio Vivaldi zurück. Es ist nur konsequent, dass auch die Form der Oper von Piazzolla mit Tango verbunden wird, in der “Tango-Operita” María de Buenos Aires, in der er kompositorische Formen wie Fuge und Toccata verwendet und das Agnus Dei zum Tangus Dei verfremdet. Piazzolla hat den Tango jedoch nicht nur mit der akademischen Tradition, sondern auch mit der Unterhaltungsmusik und Popkultur verbunden. Seit den frühen 1970er Jahren arbeitete er oft mit Jazzmusikern zusammen und verwendete moderne Instrumente wie E-Gitarre und E-Piano in seinen Kompositionen.
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Jazz/Latin/

Lieferbarkeit: Lieferbar / available
€ 19.50

2012-05-20 08:18:18
Piazzolla Tangos y Canciones
Viele von Piazzollas Tangos sind nicht mehr im traditionellen Sinne tanzbar, sondern in erster Linie Musik zum Zuhören. Die Harmonie des Tango weitete er mit Mitteln des Jazz aus sowie nach den Vorbildern Igor Strawinsky und Bela Bartók. Piazzolla hat die Spieltechnik der Instrumente im Tango durch Anleihen aus der Neuen Musik ausgeweitet: „Bogenschläge auf der Violine, stechende Streicherakzente in hoher Lage, Glissandi des gesamten Ensembles, virtuose Bandoneonläufe und eine Anreicherung der Besetzung durch eine Vielzahl von Perkussionsinstrumenten bestimmen seine Musik.“[4]Trotz aller Neuerungen bleibt das Wesentliche des Tango erhalten, zum einen durch den spezifischen Klang des Bandoneons, zum anderen durch die typischen synkopischen Rhythmen, die typischen harmonischen Wendungen des Tango, Staccati und die generell melancholische Stimmung der Musik. „Piazzolla seziert die charakteristischen Elemente des Tango und stellt sie in einem neuen Licht dar. Hier betont das akkordische Spiel des Ensembles obsessiv den Rhythmus, dort dominiert eine elegische Solopassage. Jähe Zäsuren sowie deutliche Brüche stehen anstelle der Rubati des traditionellen Tangos und betonen deutlicher als diese den corte, das charakteristische Innehalten des Paares zwischen den Schrittfolgen.“[5]Die Essenz des Tangos erhält Piazzolla, verbindet sie aber mit der akademischen und bildungsbürgerlichen Tradition der klassischen Musik. Neben der eher traditionellen kleinen Form des Tangostücks verbindet er Tango mit den großen Formen der Musikgeschichte: Beispiele dafür sind das Musikalische Drama mit Ballett Los amantes de Buenos Aires (1969) auf ein Libretto des Tango-Dichters Horacio Ferrer, das Oratorium El Pueblo Joven (1970) und das dreisätzige Konzert für Bandoneon, Streicher und Schlagzeug (1979).Häufig verwendet Piazzolla die Form der barocken Suite, so etwa für das Stück Histoire du Tango - hier gibt er den vier Sätzen programmatische Titel: Bordel 1900, Café 1930, Night Club 1960, Concert d’aujourd’hui. Im Konzert Las Cuatro Estaciones porteñas greift er direkt das Vorbild der Konzerte Die vier Jahreszeiten (Le quattro stagioni) von Antonio Vivaldi zurück. Es ist nur konsequent, dass auch die Form der Oper von Piazzolla mit Tango verbunden wird, in der “Tango-Operita” María de Buenos Aires, in der er kompositorische Formen wie Fuge und Toccata verwendet und das Agnus Dei zum Tangus Dei verfremdet. Piazzolla hat den Tango jedoch nicht nur mit der akademischen Tradition verbunden, sondern auch mit der Unterhaltungsmusik und Popkultur verbunden. Seit den frühen 1970er Jahren arbeitete er oft mit Jazzmusikern zusammen und verwendete moderne Instrumente wie E-Gitarre und E-Piano in seinen Kompositionen.
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Welt Musik/Folk/Amerika/

Lieferbarkeit: Lieferbar / available
€ 21.99

2012-05-20 08:18:07
Live At The Pawnshop
Claus Böhm schreibt zur SACD in AUDIO 4/2001:Benny Waters swingt jetzt wohl im Himmel: Im August 1998 starb er mit 96 Jahren. Akademisch gesehen, wäre die Swing-Legende passender im Jazzteil plaziert hier steht sie im Sinne von populär. Bis ins hohe Alter spielte der Saxofonist und Klarinettist unglaublich dynamisch auf. Diese Swing-Aufnahmen von 1976 (!) aus Stockholms Stampen-Club (alias The Pawnshop) - teils betörend blue - klingen selbst auf herkömmlichen CD-Playern sensationell luftig, warm und intim.
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Jazz/Classic/

Lieferbarkeit: Lieferbar / available
€ 23.99

2012-05-20 08:18:17
Grappelli Swinging With Django Reinhardt 5-CD-Set
Grappelli brachte sich als Jugendlicher selbst das Violin- und Klavierspiel bei und bestand, ohne jemals einen Lehrer gehabt zu haben, die Aufnahmeprüfung für die Pariser Musikhochschule. Hier studierte er zwischen 1924 und 1928. Während dieser Zeit und noch nach seinem Studium verdingte er sich als Musiker in Kinos und in Tanzbands, bis er 1933 Django Reinhardt traf. Grappelli gründete gemeinsam mit Reinhardt das Quintette du Hot Club de France, sie nahmen gemeinsam zahlreiche Schallplatten bis 1939 auf und feierten Konzerterfolge. Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, befand sich die Band auf Konzerttournee in London. Reinhardt ging gleich nach Paris zurück, doch Grappelli blieb in England.In England gründete Grappelli eine neue Band mit dem jungen Pianisten George Shearing. Mit Reinhardt arbeitete er erst nach dem Krieg wieder zusammen, ohne jedoch Bandmitglied zu werden. Stéphane Grappelli entwickelte sich in den 1950er und 1960er Jahren zu dem einflussreichsten Violinisten der Jazzszene und machte sein Instrument im Jazz hoffähig. Grappelli nahm fortan mit allen großen Jazzmusikern weltweit Schallplatten auf oder ging mit ihnen auf Tournee. Am 30. September 1966 brachte Duke Ellington mit dem Konzert „Violin Summit“ die damals vier bekanntesten Violinisten auf die Bühne. In verschiedenen Sets traten neben Grappelli Stuff Smith, Svend Asmussen und Jean-Luc Ponty auf. Gemeinsam spielten sie It Don't Mean a Thing If It Ain't Got That Swing.Grappelli ging von Mitte der 1970er bis in die 1990er Jahre häufig auf Konzerttourneen und feierte seinen 86. Geburtstag mit Gary Burton, Earl Hines, Martial Solal und Jean-Luc Ponty. Er spielte bis kurz vor seinem Tod Studioaufnahmen (auch mit jüngeren Musikern wie z.B. Michel Petrucciani) ein. Seine letzte 1997 kurz vor seinem Tode eingespielte CD Celebrating Grappelli erschien postum.Das Neue und Besondere an der Musik Reinhardts war die Mischung aus drei verschiedenen Musikstilen: er schuf aus dem schon gängigen New-Orleans-Jazz der zwanziger Jahre, den französischen Walzern (valses musettes) und der traditionellen Spielweise der Zigeuner (Romamusik) einen neuen Musikstil, den Zigeuner- oder Gypsy-Swing, der neben der jazzgemäßen Rhythmik durch Akkordeffekte und Stimmungen gekennzeichnet ist, wie sie in der moderneren Klassik für Debussy oder Ravel typisch wären. Ab 1937, seit der Aufnahme von Chicago, war er ohne Zweifel der beste europäische Jazzmusiker. Sein harmonisches Verständnis, seine bemerkenswerte Technik und sein rhythmischer Sinn machten ihn schon zu Beginn seiner Karriere zu einem ausgezeichneten Begleiter. Er entwickelte sich aber auch zu einem einzigartigen Solisten mit einem besonderen Flair für die variierte Gestaltung eines Konzerts, ohne dessen stilistische Einheit zu gefährden.Reinhardts Gitarrenspiel hat einen großen Wiedererkennungswert, dies liegt an einer Reihe von immer wiederkehrenden Spieltechniken, die besonders in seinen Soli deutlich hervortreten. Diese Techniken sind zum Teil der Behinderung seiner Greifhand geschuldet, hier gelingt es Reinhardt also, aus der Not eine Tugend zu machen.Reinhardts Handicap brachte ihn dazu, das Griffbrett eher horizontal als vertikal zu nutzen.[2] Dieses Prinzip setzt er in der Technik des Sweepings um, bei der Töne auf benachbarten Saiten mit einer einzigen schnellen Bewegung angeschlagen werden. (Klangbeispiel aus Swing for Ninine). Sweeping ist in der Gitarrenmusik der letzten Jahre gerade wieder sehr modern geworden (im Jazz z.B. bei Frank Gambale). Daneben hat Django Reinhardt Läufe aus Oktav-Doppelgriffen in den Jazz eingeführt.[3] Dabei werden Tonbewegungen mit dem ganzen linken Arm ausgeführt, insofern ist auch hier Reinhardts Behinderung kein Nachteil. Ein weiterer für oktavierte Läufe bekannter Jazzmusiker ist Wes Montgomery, da dieser aber die Saiten mit dem Daumen anschlägt, klingen sie bei ihm sehr viel sanfter als bei Plektrum-Spieler Reinhardt. Ein weiteres Markenzeichen Reinhardts ist das Tremolo-Picking, das in einer schnellen Auf- und Abwärtsbewegung der Anschlagshand besteht. Reinhardt setzt diese Technik sowohl bei Akkorden als auch bei Single Notes ein (Klangbeispiel Mystery Pacific). Letzteres realisiert Reinhardt meist als schnellen chromatischen Lauf, indem er synchron zur Bewegung der rechten Hand mit der linken über das Griffbrett rutscht (Tremolo-Glissando).[4] Auch dies ist wiederum eine Technik, bei der die Verkrüppelung seiner linken Hand keine Behinderung darstellt. Obwohl Django selbst keine Noten lesen konnte, komponierte er - teils in Zusammenarbeit mit Grappelli - eine Reihe von Songs, die zu Jazzstandards wurden: etwa Nuages, Daphné, Manoir de mes rêves oder Minor Swing. Auch heute noch wird seine Musik von zahlreichen Sinti und Gadje (Nicht-Zigeunern) gehört, gespielt und geliebt. Das Stück Django des Modern Jazz Quartets bezieht sich auf Django Reinhardts Tod.
Hersteller: K2
Shop: digitalINDIE
Shop-Kategorie: Jazz/Latin/

Lieferbarkeit: Lieferbar / available
                                                                                                                                                                                                  
 



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